Deutsche Bank Research
Branchen und Ressourcen
Der Bereich Branchen und Ressourcen analysiert konjunkturelle und strukturelle Entwicklungen und leitet daraus wirtschaftspolitische Empfehlungen für die wichtigsten Branchen ab. Dazu zählen die bedeutenden Industriesektoren, sowie die Bereiche Handel, Dienstleistungen, Energie, Verkehr und Umwelt...
Deutschland-Monitor
Unsicherheit bremst Investitionen aus
Aufgrund der ausgeprägten wirtschaftlichen und (geo-)politischen Unsicherheit und des schwachen Startniveaus dürften die (privaten) Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland 2017 sinken trotz insgesamt ordentlich ausgelasteter Kapazitäten der Unternehmen. Ein Zusammenspiel mehrerer Aspekte sorgt derzeit für das hohe Unsicherheitsniveau: die potenziell gravierenden Auswirkungen auf Deutschland bei Eintritt der Unsicherheiten, die anhaltend hohe Zahl gleichzeitiger Unsicherheiten, die Komplexität vieler Investitionsentscheidungen sowie der Mangel an Vertrauen in die (Lösungskompetenz der) Politik. Wir stellen eine Reihe von nachrichten-, umfrage- und finanzmarktbasierten Unsicherheitsindikatoren vor, die eine ansatzweise Quantifizierung der Unsicherheit erlauben, und geben einen Ausblick auf die unseres Erachtens wichtigsten Unsicherheiten. [weiter]
Industriekonjunktur
Ausblick Deutschland: Ausblick 2017 - solide, trotz nachlassendem Rückenwind
Deutsche Industrie: 2017 wohl nur kleines Produktionswachstum. Im nächsten Jahr dürfte das Wachstumstempo bei der Industrieproduktion in Deutschland nach unserer Prognose auf real 0,5% sinken. Hinsichtlich der Produktion der großen deutschen Industriebranchen erwarten wir für 2017 keine größeren Ausreißer. Für die Elektrotechnik rechnen wir mit einem Plus von 1%. In der Automobilindustrie und im Maschinenbau halten wir einen Fertigungszuwachs von 0,5% für wahrscheinlich. Die gesamte Metallindustrie könnte in etwa stagnieren. In der Chemieindustrie (ohne Pharma) dürfte die inländische Produktion um 1% sinken. Wir rechnen damit, dass der Beschäftigungsaufbau im Verarbeitenden Gewerbe 2017 zum Erliegen kommt. Allerdings ist das absolute Beschäftigungsniveau in der deutschen Industrie derzeit sehr hoch. (ab Seite 10) [weiter]
Logistik
Logistik: Schwaches Umfeld - Trendwende nicht in Sicht
Der Welthandel dürfte in den nächsten drei bis fünf Jahren nur in etwa so stark wachsen wie das globale BIP. Diese strukturell geringere Dynamik wird sich – wie schon in den letzten Jahren – in einem niedrigeren Wachstum der globalen und regionalen Gütertransportströme widerspiegeln. Deutschland als offene, exportorientierte Volkswirtschaft und insbesondere die deutsche Logistikwirtschaft werden diese Entwicklung weiterhin negativ zu spüren bekommen. Das Umsatzwachstum in der Branche dürfte in den kommenden Jahren mit durchschnittlich 2% p.a. (nominal) unter dem langfristigen Durchschnitt liegen. [weiter]
Klimaschutz
Deutscher Klimaschutzplan: Wenn Wünsche auf Wirklichkeit treffen
Der „Klimaschutzplan 2050“ soll aufzeigen, wie Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen kann; er befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung. Öffentliche Kritik wurde laut, als einzelne Passagen eines früheren Entwurfs des Plans auf Initiative des Kanzleramtes entschärft wurden. In dieser politischen Diskussion stoßen langfristige politische Wunschvorstellungen auf vorsichtige (realistischere?) aktuelle Einschätzungen hinsichtlich des technischen Fortschritts und der erzielbaren Kostendegression bei klimafreundlichen Technologien sowie der Adaption durch die Konsumenten. Der Klimaschutzplan bleibt bei vielen wichtigen Aspekten vage: Mit welchen Technologien sollen die Klimaschutzziele erreicht werden? Welche absoluten Kosten sind in etwa zu erwarten? Welche Einschränkungen der Konsumentensouveränität und unternehmerischer Wahlfreiheiten schweben der Politik vor? Werden künftig Eigentums- oder Besitzstandsrechte beeinträchtigt? [weiter]
Maschinenbau
Industrieanteil EU
Industrieanteil in der EU stabilisiert sich
Vor knapp vier Jahren hatte sich die EU-Kommission das Ziel gesetzt, den Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der gesamten Bruttowertschöpfung von damals 15,5% auf 20% bis 2020 zu erhöhen. Dieses Ziel wird voraussichtlich verfehlt. Denn 2015 lag der Industrieanteil erst bei 15,6% und damit kaum höher als 2012. Aber: Der Industrieanteil in der EU ist seit 2012 zumindest nicht mehr weiter gesunken. Ferner nahm die industrielle Bruttowertschöpfung in der EU in den letzten Jahren sowohl in nominaler als auch in realer Betrachtung (leicht) zu. In einzelnen EU-Staaten hat sich die Bedeutung der Industrie sehr unterschiedlich entwickelt. Auffällig ist, dass der Industrieanteil in den drei großen osteuropäischen EU-Ländern seit 2012 stark zugenommen hat. Leichte Zugewinne verzeichnen Spanien und Italien. In Deutschland ist der Industrieanteil 2015 leicht gesunken, er liegt mit 22,8% aber noch immer weit über dem EU-Durchschnitt. [weiter]
Deutsche Industrie
Weniger Insolvenzen in der deutschen Industrie
Im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/09 stieg die Zahl der eröffneten Insolvenzverfahren in der deutschen Industrie allein 2009 um 48% an. Seither sinken die Insolvenzzahlen jedoch tendenziell, sodass 2015 in fast allen Industriebranchen weniger Verfahren eröffnet wurden als 2008. Für 2016 bestehen gute Chancen, dass sich dieser Trend fortsetzt. In den vergangenen Jahren hatten die jeweilige Industriekonjunktur sowie – damit zusammenhängend – die Notierung des Euro gegenüber den Währungen wichtiger Handelspartner einen großen Einfluss auf die Zahl der Insolvenzen. [weiter]
 
 
Branchen-Chartbooks
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