Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Ausblick 2017 - solide, trotz nachlassendem Rückenwind
Das deutsche BIP-Wachstum dürfte 2017 nach der ausgeprägten Dynamik der zwei Vorjahre etwas nachlassen. Mit 1,1% könnte sich die Wachstumsrate 2017 zwar nahezu halbieren. Dies ist aber zur Hälfte der geringeren Zahl von Arbeitstagen geschuldet. Die Binnenkonjunktur bleibt dank robustem Konsum und Bau der Wachstumsanker der deutschen Wirtschaft. Die weltwirtschaftliche Dynamik dürfte 2017 zwar etwas zunehmen; die Nachfrage nach deutschen Exporten aber zurückhaltend bleiben. Die politische Unsicherheit vor allem in Europa und die Ungewissheit über den Ausblick für den globalen Freihandel sollten die Ausrüstungsinvestitionen in einem Umfeld moderater Nachfrage dämpfen. Die EZB hat den Einstieg in den Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm angekündigt. Das europäische Zinsniveau dürfte aber 2017 zumindest am kurzen Ende auf Niedrigstniveau verharren. [weiter]
Deutschland-Monitor
Unsicherheit bremst Investitionen aus
Aufgrund der ausgeprägten wirtschaftlichen und (geo-)politischen Unsicherheit und des schwachen Startniveaus dürften die (privaten) Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland 2017 sinken trotz insgesamt ordentlich ausgelasteter Kapazitäten der Unternehmen. Ein Zusammenspiel mehrerer Aspekte sorgt derzeit für das hohe Unsicherheitsniveau: die potenziell gravierenden Auswirkungen auf Deutschland bei Eintritt der Unsicherheiten, die anhaltend hohe Zahl gleichzeitiger Unsicherheiten, die Komplexität vieler Investitionsentscheidungen sowie der Mangel an Vertrauen in die (Lösungskompetenz der) Politik. Wir stellen eine Reihe von nachrichten-, umfrage- und finanzmarktbasierten Unsicherheitsindikatoren vor, die eine ansatzweise Quantifizierung der Unsicherheit erlauben, und geben einen Ausblick auf die unseres Erachtens wichtigsten Unsicherheiten. [weiter]
Globaler Ausblick
Die Welt nach dem Brexit
Allmählich legt sich der Staub, den der Brexit weltweit aufgewirbelt hat, und wir können so unsere Konjunkturprognosen für das kommende Jahr unter den neuen Vorzeichen überarbeiten. Trotzdem sind unsere Einschätzungen mit noch größeren Unsicherheiten als üblich behaftet, und wir müssen hinter alle unsere Zahlen große Fragezeichen setzen. Insgesamt gehen wir jedoch davon aus, dass der überraschende Ausgang des Referendums im kommenden Jahr nur sehr begrenzte negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird. Im Vergleich zu unserem Ausblick von Dezember 2015 haben wir unsere Wachstumsprognosen für das laufende und das kommende Jahr um einige Zehntelprozentpunkte nach unten genommen, was aber nur zum Teil auf den Brexit zurückzuführen ist. [weiter]
Neueste Publikationen und Beiträge
02.09.2016
BIP-Wachstum, Finanzierungssaldo; Leistungsbilanzüberschuss; Privatanleger; Deutsche Industrie; EZB
27.07.2016
Weniger Insolvenzen in deutscher Industrie, Hypothekenkredite, Wohnungsmarkt, EZB
28.01.2016
Deutsches BIP-Wachstum, Lohnrunde 2016, EZB
dbStandpunkt
Hochburg der Stabilität: Was Deutschland so erfolgreich macht
Deutschland ist Stabilitätsanker mit unangefochtener Führungsrolle in Europa und befindet sich als einziges Land auf annähernd gleicher Augenhöhe mit den USA. Dies basiert auf vielen, sich zum Teil bedingenden und verstärkenden strukturellen Faktoren, die wir in fünf Gruppen einteilen: (1) Stabilitäts- und wachstumsorientierte Makropolitik (2) Ordo-liberal geprägte Institutionen (3) Global aufgestellte – strukturell einzigartige – Unternehmen (4) Ein ausgleichendes Sozialsystem mit kooperativen Tarifpartnern (5) Eine langfristige Orientierung von Unternehmen und Bürgern mit der Bereitschaft, auf sofortige Belohnung zu verzichten – dem ultimativ wichtigsten Erfolgsfaktor! Die Kombination aus innovativen, international aufgestellten Firmen, funktionierenden Institutionen und gut ausgebildeten Arbeitnehmern wird unserer Meinung nach auch zukünftig Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand sichern. Die deutsche Politik steht damit vor der großen Herausforderung, die Eurozone zusammenzuhalten. Sollten in wichtigen Partnerländern eurokritische Strömungen die Oberhand gewinnen und damit die disruptiven Risiken steigen, könnte es auch in Deutschland zu einer Neueinschätzung der Kosten und Nutzen kommen. [weiter]
Aktueller Kommentar
Negative Leitzinsen – die Zweifel nehmen zu
Die Debatte, ob negative Leitzinsen (Negative Interest Rate Policy, NIRP) den geldpolitischen Transmissionsmechanismus unterstützen oder ihn belasten, wogt weiter. Nachdem die BIZ und viele andere – unter anderem auch wir – schon lange vor der ungebremsten Öffnung der geldpolitischen Schleusen und den Nebenwirkungen negativer Notenbankzinsen warnen, hat jetzt auch der Chef der englischen Zentralbank, Mark Carney, negativen Zinsen eine klare Absage erteilt, obwohl er nach dem Brexit-Schock mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, ein Abgleiten der britischen Wirtschaft in die Rezession zu verhindern. Sein im August auf den Weg gebrachtes Maßnahmenpaket hat die Markterwartungen deutlich übertroffen, Minuszinsen hat Carney aber mit Hinweis auf die negativen Auswirkungen auf die Kapitalmärkte ausgeschlossen. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
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BIP (% gg. Vj.)
2015 2016P 2017P
USA 2,6 1,5 2,4
Japan 1,2 1,0 1,1
Euroland 1,9 1,7 1,3
Deutschland 1,7 1,9 1,1
Frankreich 1,2 1,2 1,3
Italien 0,7 0,9 0,7
Großbritannien 2,2 2,1 1,2
Australien 2,4 2,3 2,0
Russische Föderation -3,7 -0,5 1,6
China 6,9 6,7 6,5
Indien 7,2 7,0 7,0
Kanada 0,9 1,5 2,3
Brasilien -3,8 -3,5 0,4
 
 
 
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